ade wildnis und wilde voralberger
Oktober 30, 2008
die fallen sind eingesammelt, die felle am trocknen, das fleisch in der räucherei und das ganze material samt blindi, lungeri und chaball wieder nach victoria verfrachtet.
wunderbar und sehr ruhig waren die letzten drei tage auf cortes island. das wetter hat sich noch einmal von der besten seite gezeigt – das thermometer überstieg die 15 grad regelmässig und die sonne strahlte milde auf meine zarte haut. gestern, quasi als abschiedsgeschenk, hat sich dann die natur noch zu einer adieu-und-komm-bald-wieder-synfonie zusammengerafft und anders und mir einen einsA sonnenuntergang zum znacht hingelegt.
jetzt bin ich also wieder zurück in victoria. in den nächsten tagen wird es hier noch anders abgehen. am freitag sind wir bei meinem cousin und seiner familie zu halloween eingeladen. übrigens wusste gar nicht, dass dieser brauch ursprünglich aus europa ist. na ja, finde es trotzdem recht komisch, dass halloween immer mehr auch in der schweiz gefeiert wird. was soll das? ist ja auch egal. viel wichtiger ist, dass lisa, die frau meines cousins mark, 40 wird. drum gibt’s dann am samstag gleich noch eine überraschungsparty für sie. anstatt vierzig kerzen sind vierzig leute eingeladen. ist ja auch ein bisschen spannender so. wird sicher ein spässchen.
zu guter letzt, will ich euch nicht vorenthalten, was mir eine kollegin aus österreich zugesendet hat. wusstet ihr, dass die voralberger – das sind die bewohner desjenigen österreichischen bundeslandes, das an die schweiz grenzt – extreme undercover guerilla jungs waren? ja, ja überzeugt euch selbst, wir haben separatisten als nachbarn und “bimne haar” wäre die schweiz doch noch ein bisschen grösser geworden. zur weltmacht hätte es wohl trotz dem zutritt des voralbergischen völkchen nicht gereicht. ja nuh.
mainland, füdlitätsch, schiff und flugis
Oktober 14, 2008
so liebe leute, heute ist vorläufig der letzte tag hier in victoria. morgen gehe ich mit meinem cousin mark nach vancouver. dort bleibe ich bis freitag. werde ein bisschen die stadt anschauen und shoppen gehen, eventuell auch bei der university of british columbia vorbei schauen und der delongis mal kräftig eins auf füdli tätschlen. die hat mich nämlich in den letzten tagen einiges grübeln gekostet, so von wegen social relations und stress und so. am freitag werde ich dann von liz und anders abgeholt. wir wollen einige tage in okanagan valley. das ist eine sehr milde wein- und fruchtregion. da wird es sich wohl nicht vermeiden lassen, dass wir den einen oder anderen tropfen testen müssen.
die paar tage hier in victoria waren wiederum extrem gemütlich. von der city habe ich bis jetzt noch nicht viel gesehen. das werde ich noch nachholen, wenn ich wieder zurück komme. im 2000 lebte ich hier ca 3 monate und “kennes drum scho chle, weisch”. die meiste zeit habe ich mit lesen und schreiben verbracht. die diskussion meines ersten artikels nimmt langsam formen an, das freut. zwischendurch habe ich mal mit blindi und lungeri kurze abstecher zum nahen skatepark oder an den hafen gemacht. manchmal haben wir als pausenbeschäftigung auch nur auf der terasse gesessen und den wasserflugzeugen und riesen cruiseschiffen zugeschaut, wie sie den hafen ansteuern und diesen wieder verlassen.
bären haben wir hier bis jetzt noch keine gesehen. ich schätze mal die verstecken sich gut oder sind einfach inkognito unterwegs. meine flinte ist auf jeden fall immer geladen.
elisabeth, truthahn und gewichtheben im block
Oktober 12, 2008
na???!!! alles klar da drüben? wünsch auf jeden fall mal einen schönen sonntag. wir werden morgen – bei euch heute – thanksgiving feiern. übersetzt auf spiezerisch heisst das läsetsunntig. in der übrigen schweiz wohl erntedankfest oder so irgendwie. ist ja auch egal, hauptsache es gibt morgen einen fetten truthahn u guet…
eigentlich wollte ich euch was anderes erzählen. ich habe nämlich erfahren, dass kanada im grunde immer noch eine monarchie bzw konstitutionelle monarchie ist. das staatsoberhaupt von kanada ist die königin von england. lischen die zweite ist seit 1952 chef bei den bären – ja, ja da staunt man gell!?! wusst ich auch nicht. die gute hat auf jeden fall hier in victoria ein häusschen ganz in der nähe, wo ich jetzt bin.
ich bin nämlich nach einer übernachtung am langeng strand “up north” im süden der insel angekommen. meine tante hat sich in victoria eine zweitwohnung in einem block gekauft. nun jetzt darf man sich da nicht unbedingt einen schweizer block vorstellen. die jungs und mädels hier stehen ja nicht so auf blockwohnung und so. die leben eigtentlich lieber in eigenen häusern – haben ja auch platz zum versauen die kanacken. wenn sie dann schon mal einen block irgendwo hinpflanzen, dann aber richtig – gleich mit einkaufszentrum, dvdausleihe und fitnessstudio integriert. drum war ich heute, als ich die schnauze voll hatte über emotionen und erschöpfung zu schreiben, schnell mal ein bisschen gewichteheben. so geht das.
schicke dolle grüsse ins käseland…
jagdrevierwechsel
Oktober 7, 2008
liz, anders und ich haben beschlossen das jagdrevier zu wechseln. wir werden morgen, spätestens übermorgen in ihr zweites daheim nach victoria gehen. wir verabschieden uns also vorläufig von der wildnis und werden uns dann vermehrt mit den themen grossstadt, golfplätze und schnellimbiss befassen. unterwegs werden wir wohl noch schnell an die westküste gehen, um wenigstens den fuss in den pazifik zu tauchen. ich hoffe das wetter spielt mit. für interessierte leser, klebe ich mal eine karte mit dem weg an (für geografisch-herausgeforderte, wie z.b. gattuso, mit behindertenschrift).
blindi und lungeri haben sich auf dem heutigen spaziergang schon mal präventiv von der insel verabschiedet. sie wollten unbedingt noch ein gemeinsames foto am strand schiessen.
Naturpur mit Chaball
Oktober 3, 2008
nun heute war’s kalt und gruusig hier. das hatte einerseits auswirkungen, dass ich auch kalt war und schnupfen bekam aber anderseits auch, dass blindi, lungeri und ich uns weiterbildeten. schliesslich bereitet sich ein richtiger abenteurer nebst den materialtechnischen dingen auch wissensmässig auf sein jagdgebiet vor. drum wurden heute die hiesigen tiere genau studiert. dabei ist uns ein besonders lustige gattung begegnet…
das ist im fall kein schnäbi, sondern die grösste klaffmuschel der welt – das schwerste gemessene exemplar wog 9kg . der rüssel (syphon) dieses ding kann über ein meter lang ausgefahren werden. das weiblein legt über 50 millionen eier pro jahr und einige exemplare werden über 140 jahre alt. schöne gsi – wir sind uns jetzt am überlegen, wie man dieses ding auf den teller kriegt. das problem ist, wenn du den rüssel im sand gefunden hast, musst du ca noch einen meter tief in den sand graben, bist du das ganze stück draussen hast. in dieser zeit ist die verdammte flut schon wieder zurück und du kriegst nase füsse. Tipps sind willkommen…






