gestern war ich an röbu zimmerman seinem konzert. den kennt ihr vielleicht nicht gerade auf den ersten drücker. wenn ich euch aber sage, dass dies der gebürtige name von bob dylan ist, dann habt ihr schon mal ein aha-erlebnis gehabt und wir reden wieder von der gleichen sache. also bob dylan war gestern abend in victoria und das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen… obschon, eigentlich hatte ich keine ahnung von der musik von boby. ich wusste nur, dass der kerl recht einflussreich war in der rockgeschichte des 20. jahrhunderts, dass er hunderte songs geschrieben hat, die dann zu tausendenden gecovert wurden, und dass er was mit den beatles zu tun hat. das letzte stimmt nicht mal.

man kann also ruhig sagen, dass ich ziemlich unvoreingenommen an das konzert ging. nun, das konzert war gelinde ausgedrückt dreck mies und eine zumutung. “tut mir leid röbu, dein talent, dein einfluss in ehren – schliesslich bist du auf der rolling stone liste der besten 500 alben aller zeiten mit 2 alben unter den ersten 10 sehr ansehnlich vertreten – aber dein konzert von gestern landet wohl auf meiner liste der 500 schlechtesten konzerte aller zeiten genau so weit oben.”

man kann also ruhig sagen, dass ich ziemlich nacheingenommen vom konzert weggegangen bin. nun, zu seiner verteidigung muss trotzdem gesagt werden, dass röbu böbu mittlerweilen auch schon 67 jahre alt ist, weshalb sein gesang, der schon immer ein bisschen verkratzt daher kam, nunmehr eine art nuschelndes gekrächz darstellt, so dass nicht mal mehr personen mit englischer muttersprache verstehen, was der kerl eigentlich singt. und das ist schade. schliesslich soll dylan ja ein aussergewöhnliches literarisches talent besitzen.

ich glaube, der gute boby hätte einfach mal seine never ending tour zu ende bringen und sich stattdessen gedanken über ein leben nach der bühne machen sollen, bevor er an der himmeltüre klopfen wird. timing scheint nicht seine stärke zu sein.

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